Kaplaneikirche St. Martin in Namlos

Diverse Sehenswürdigkeiten, Geistlich, Kirchen/Stifte/Klöster, Besichtigung/Führung, Friedhof, Romanisch
Berwang

GESCHICHTE:
Ein landesfürstlicher Schwaighof "Namles" wird erstmals im Urbar 1286 genannt. Namlos gehörte politisch und kirchlich zu Imst, später zu Berwang und seit 1427 zum Gericht Ernberg. 1660 wurde in Namlos eine Kapelle gebaut und am 8. Juni 1666 vom Weihbischof Jesse Perkhofer aus Brixen eingeweiht. Der heugite Bau der Kirche stammt aus dem Jahre 1714, wurde 1739 erweitert und 1751 von Fürstbischof Leopold eingeweiht. Laut Vertrag erhielt Namlos (mit Kelmen) 1684 einen eigenen Kaplan (Jakob Greiter) und ist somit seit 1686 Kaplanei. Unter Kaplan Hutter (1855-1864) wurde das Langhaus um ca. 11 Fuß verlängert; unter Kaplan Thomas Turner (1870-1880) erneuerte man drei Altäre und ließ die Kirche vom Maler Kärle aus Vorderhornbach ausmalen.

ÄUßERES:
Das Langhaus ist ohne plastische Gliederung, der eingezogene Chor ist mittels Schrägmauern mit dem Turm verbunden, der eine schindelbedeckte Zwiebelhaube trägt.

INNERES:
Der Hochaltar entstand 1870/80 als neuromanischer Aufbau mit dem Gemälde der Mantelteilung des hl. Martin. Auch die beiden Figuren der Hll. Petrus und Paulus stammen aus dieser Zeit (Maler und Bildhauer sind nicht bekannt). Seitlich des Hochaltars stehen in Nischen links die Immaculata (die Unbefleckte), vermutlich von Josef Anton Renn aus Imst, und rechts der hl. Erzengel Raphael mit Tobias (Vorbild aller Schutzengel), um 1780. Dem linken Seitenaltar ist das Gemälde "Marter des hl. Sebastian" um 1780, dem rechten Seitenaltar das Gemälde "Josef mit Jesus" von Maler Kärle eingefügt. Die Kanzel entstand um 1870/80 und zeigt in Gemälden die vier Evangelisten mit ihren Symbolen. Der Kreuzweg wurde 1896 eingesetzt.
An der rechten Langhauswand befindet sich das Kruzifix von Josef Georg Witwer aus Imst, um 1770. Die Herz-Jesu-, Immaculata- und Auferstehungsstatue schuf Alois Winkler aus Weerberg. Die Fresken zeigen im Chor die Predigt des Bischofs Martin, begleitet von den mit Rocailleornament (muschelförmiges Ornament) und Blumengehängen gerahmten Medaillons mit den vier Evangelisten; im Langhaus in breitem Stuckrahmen den Traum des hl. Martin und die Mantelteilung, im Hintergrund Ansicht von Namlos. Gemalt wurden sie von "Anton Kirchmayr aus Innsbruck 1956".


Öffnungszeiten

Gottesdienste abwechselnd Samstag 19.30 Uhr und Sonntag um 10.30 Uhr.
Die Kirche kann jederzeit besichtig werden.

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